Haselberg

 

 

             Maibaum Haselberg.jpgFeuerwehrhaus (1).jpgOrtsansicht im Winter.jpgHäuser.jpg Kapelle im Winter (1).jpg

  

   Geschichte:

 

 

Der Ort Haselberg wurde von den Lehensleuten des Grafen von Pernegg  angelegt und nach dem großen Haselstrauchvorkommen und der heute hausbergartigen Erhöhung benannt. Da die Grafen von Pernegg um 1220 ausstarben, zog der Babenberger Leopold IV. die Rechte an sich, die er jedoch bald an die Maissauer, die auch Besitzer von Wildberg waren, verlieh.

Der letzte Maissauer übergab 1492 Wildberg und das dazugehörige Land seinem Onkel von Puchheim. Anschließend wechselten die Besitzer rasch, bis die Herrschaft 1767 vom Stift Altenburg erworben wurde.

Haselberg gehörte bis um 1500 zum Landgericht Drosendorf. Die Richtstätte, der Galgenberg, mit drei hohen Säulen steht auf einer Anhöhe bei Rothweinsdorf und ist weithin sichtbar.

 

 

   Kulturgut:

 

       Kapelle außen (2).JPG        Kapelle Einblick Haselberg.jpg    Kapelle Einblick (2).jpg        Marterl.jpg

  

 

Die Kirche war wahrscheinlich eine ehemalige Burgkapelle und dürfte etwa um 1270 entstanden sein. Die heutige Kapelle nimmt wahrscheinlich nur den Platz des ehemaligen Altarraumes ein. Im Inneren ist noch eine gotische Piscine erhalten. Den Rankenaltar ziert ein Bild des hl. Veit. Die Glocke soll noch aus dem 16. Jahrhundert stammen. 

Westlich des Ortes steht ein Nischengiebel aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit profiliertem Dreiecksgiebel.

 

Quellen: Dehio Niederösterreich nördlich der Donau, Wien 1990.

J. Wagner, Geschichte der Ortschaft Haselberg und ihrer Kapelle, Eigendruck 1976.