Reichharts

 

 

                            Kapelle im Winter.jpg    Kapelle Außenansicht (2).jpg    Wasserhäuschen Reichharts (2).jpg

 

 

   Geschichte:

 

Wie viele andere Orte unserer Gemeinde war auch Reichharts schon in der Frühgeschichte besiedelt.

Besiedlungsmäßig erschlossen wurde Reichharts um 1155 durch die Herren von Pernegg. 1220 konnte die Ansiedlung bereits 22 Häuser zählen.

Die erste namentliche Erwähnung erfolgte 1260 als „Rychartz“, womit der Grundbesitz eines Reichharts gemeint war.

Im Jahre 1336 wurde der Ort „Reichhard“ geschrieben und gehörte zur Offizina Sallapulka.

1338 soll das Dorf von einer Heuschreckenplage heimgesucht worden sein. Aber nicht nur die Insekten, sondern auch die Hussiten hinterließen ihre negativen Spuren. In dieser Zeit waren die Herren von Maissau Besitzer. Auch von den durchmarschierenden Ungarn und dem Glaubenskrieg blieb die Bevölkerung nicht verschont. Rettung und Zufluchtsstätte waren in solchen Zeiten die Erdställe (unterirdisches Gang- und Nischensystem).

Nach den Maissauern gelangen die Wildberger und dann das Stift Altenburg in den Besitz des Gebietes.

 

 

   Kulturgut:

 

 

             Kapelle Außenansicht 1 Reichharts.jpg   Kapelle Einblick (1)Reichh..jpg   Kapelle Einblick (3).jpg    Marterl Reichharts.JPG

 

 

Bei der Kapelle handelt es sich um einen kleinen Barockbau vom Ende des 18. Jahrhunderts.

Der Altarraum wird durch einen rundbogigen Triumphbogen abgegrenzt. Aus dem Neubarock stammt der Altar, an dem sich ein Madonnenrelief und zwei Putten befinden.

Ein Nischenbildstock mit der Muttergottes ist südlich, einer mit einem Bild des Gekreuzigten nordwestlich aufgestellt. Am Feldweg nach Radessen befindet sich ein Gusseisenkreuz mit Gusskorpus und der Inschriftentafel „Jesus der Retter“.

 

 

 

Quellen: Dehio, Niederösterreich nördlich der Donau, Wien 1990.

              J. Rotter, Bildstockwanderungen im Poigreich und Umgebung, Winkl 2005.

              J. Koller, Nachrichtenblatt der Marktgemeinde Irnfritrz-Messern, 1993.