Trabenreith

 

 

 

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   Geschichte:

 

Die erste Urkunde über Trabenreith stammt aus dem Jahre 1300. In dieser werden die Pächter von Herzogenburg genannt. Es waren Hermann, Chunrad, und Heinrich von Traivenreut, die von 1300 bis 1380 Abgaben zahlen mussten.

Eine Schlossanlage soll bis ins 17. Jahrhundert erhalten gewesen sein. An deren Stelle befindet sich heute das Haus Nr. 31.

Zur der Zeit, als Trabenreith unter der Herrschaft Drosendorfs war – von 1514 bis circa 1590 -  gab es auch eine Bierbrauerei. Diese lässt sich heute noch im 24m langen Keller des Hauses Nr. 39 nachvollziehen.

Ab 1756 ist Trabenreith eine selbstständige Pfarre und untersteht von nun an nicht mehr der Pfarre Pernegg. Aus Überlieferungen und Chroniken weiß man, dass auch Trabenreith viele Wallfahrer, die dem Erlöschen der Maul- und Klauenseue dankten, begrüßen konnte.

 

Ein weiteres wichtiges Kapitel in der Geschichte von Trabenreith beginnt 1779, mit der Gründung der ersten Schule im Gebiet der heutigen Marktgemeinde. (Es ist aber mit Sicherheit anzunehmen, dass es bereits unter den Protestanten in Wildberg eine Lehrstätte gab.)

 

 

 

 

   Kulturgut:

 

 

 

       Kirche (1)Trab..jpg        Pfarrkirche Einblick 5 Trab..jpg Pfarrkirche Einblick (6) Trab..jpg Pfarrkirche Einblick (11) Trab..jpg 

                                 Pfarrkirche Einblick (7) Trab.jpg Pfarrkirche Einblick (8)Trab..jpg Pfarrkirche Einblick Sängerempore.jpg

 

 

 

Der Bau der Pfarrkirche dauerte von 1756 bis 1764. Das dem hl. Johannes Nepomuk geweihte Kirchengebäude wurde anstelle der Leonhardkapelle an erhöhter Position errichtet. Es handelt sich um eine spätbarocke Saalkirche mit querschiffähnlichen Kapellen.

Der Neobarocke Hochaltar stammt von Fischer und Riegelbauer aus Freistadt. Die seitlichen Figuren stellen den hl. Johannes Nepomuk zwischen den hll. Norbert und Augustinus dar. Für den Altar spendete Kaiser Franz Josef I. 60. 000 Gulden aus eigener Tasche.

 

 

 Pfarrhof (1).jpg Der Pfarrhof, dessen Kern aus dem 16. Jahrhundert stammt, ist der ehemalige Meierhof des Gutes Trabenreith. 1756 wurde er vom Ort gekauft und als Pfarrhof adaptiert.

Im späthistorischen Haus Nr. 35 befand sich etwa ab 1905 die Schule.

 

 

 Kapelle Innenansicht (1) Sooßt.jpg Kapelle Innenansicht Sooßt.jpg Nordöstlich des Ortes ist eine Wegkapelle beim so genannten Sooßtbründl.

Direkt an der Straße südlich von Trabenreith ist ein Breitpfeiler - mit einer bis zum Boden reichenden Nische - errichtet. Von diesem Pfeiler führt ein Feldweg zu einem neuzeitlichen Marterl mit einer Muttergottesstatue im Inneren und in späterer Folge zu einem Gusseisenkreuz, das die Verwandten der 1945 ermordeten Aloisia Asfall gestiftet haben.

Ein Feldweg führt an der Straße nach Ludweishofen zur Pestsäule – einem Tabernakelpfeiler aus Sandstein, der 1713 errichtet wurde, nachdem bereits ein Drittel der Bevölkerung wegen der Seuche gestorben war.

Hinter der Ortschaft steht eine Fichte, an der ein Armeseelenbild von 1832 angebracht ist.  

Die Legende besagt, dass an dieser Stelle die Tiere nur mehr durch Peitschenhiebe weiterzubewegen waren. Ein Bauer vermutete an dieser Stelle unerlöste Seelen und stiftete das Armeseelenbild. Seitdem stäubten sich dort keine Tiere mehr weiterzugehen.

Östlich von Trabenreith ist ein Breitpfeiler mit einer Mariendarstellung und einem schmiedeeisernen Doppelbalkenkreuz auf dem Dach zu sehen.

Richtung Wenjapons findet man ebenfalls einen Breitpfeiler mit Doppelbalkenkreuz. Folgt man dem Feldweg der vom zuletzt erwähnten Denkmal ausgeht, begegnet man einem Gusseisenkreuz mit polychromiertem Korpus.  

 

 

   Freizeit / Tourismus: 

 

 

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In Trabenreith befindet sich das nahezu einzigartige Ziegelmuseum. Jahrzehnte lang wurden von Herrn Kranzl hunderte verschieden gebrannte Backsteine gesammelt. Diese sind nun übersichtlich ausgestellt und es ist sehr interessant, sich vom Leiter des Museums die unterschiedlichen Ziegelofenzeichen erklären zu lassen.  

 

Um telefonische Voranmeldung unter 02986/6855 wird gebeten.

 

 

 

 

Quellen: Dehio, Niederösterreich nördlich der Donau, Wien 1990.

         J. Rotter, Bildstockwanderungen im Poigreich und Umgebung, Winkl 2005.

         J. Koller, Nachrichtenblatt der Marktgemeinde Irnfritrz-Messern, 1993.