Mit der ÖGK auch morgen noch gut versorgt

Veröffentlichungsdatum03.09.2026Lesedauer3 MinutenAutorÖsterreichische GesundheitskasseKategorienGesundheit

Mit der ÖGK auch morgen noch gut versorgt


ÖGK baut flexible Kassenmodelle aus und schafft neue Perspektiven für Mediziner*innen


Eine verlässliche medizinische Versorgung auf höchstem Niveau braucht vor allem eins: Menschen, die sie sicherstellen.
Kassenärzt*innen leisten dazu jeden Tag einen entscheidenden Beitrag: Sie sorgen fur die wohnortnahe Versorgung und sind für die 7,6 Millionen ÖGK-Versicherten da. Gleichzeitig verändert sich die medizinische Landschaft. Viele Mediziner*innen gehen in den kommenden Jahren in Pension, während sich die Vorstellungen vom Arztberuf wandeln. Gerade für die jüngere Generation werden planbare Arbeitszeiten, eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie das Arbeiten im Team immer wichtiger.
Für die ÖGK ist klar: Damit die Versicherten auch in Zukunft bestens versorgt sind, braucht es passende Rahmenbedingungen für Ärzt*innen. Deshalb entwickelt die ÖGK die Kassenmedizin laufend weiter - heute gibt es vielfältige Modelle, die unterschiedliche Bedürfnisse und Lebenssituationen berücksichtigen.


Viele Wege führen in die Kassenmedizin


Klassische Einzelordinationen bieten Eigenständigkeit und Flexibilität und bleiben ein wesentlicher Bestandteil der medizinischen Versorgung. Moderne und teamorientierte Versorgungsmodelle gewinnen allerdings zunehmend an Bedeutung:
253 allgemeinmedizinische Gruppenpraxen, 344 fachärztliche Gruppenpraxen und 119 Primarversorgungseinheiten (PVE), davon 15 Kinder-PVE, zeigen diese Entwicklung. In den PVE arbeiten Ärzt*innenteams eng mit weiteren Gesundheitsberufen zusammen und werden bei organisatorischen und administrativen Aufgaben entlastet.


Lehrpraxen sichern die medizinische Zukunft


Kassenstellen sind als Lehrpraxen das Fundament einer praxisnahen Ausbildung und vermitteln angehenden Ärzt*innen wertvolles Patient*innenwissen abseits des Ordinationsalltags. In diesem geschützten Umfeld erlernen Studierende die eigenständige und empathische Versorgung in der ambulanten Praxis. Neben der Verpflichtung für PVE können ebenso Kassen-Einzel- und Gruppenpraxen als Lehrpraxen fungieren. Diese breite Verankerung an der Basis sichert die Zukunft des Gesundheitssystems, begeistert den Nachwuchs für die Allgemeinmedizin und garantiert die wohnortnahe Versorgung.


Jobsharing: Flexibilität für die Kassenmedizin


Auch das Jobsharing-Modell wird immer beliebter: Dabei teilen sich zwei Ärzt*innen eine Vertragsstelle, wodurch sich Beruf und Privatleben einfacher vereinbaren lassen. Im Bereich der Zahnmedizin gibt es den aktuellen Jobsharing-Gesamtvertrag seit Jänner 2023. Dieser ermöglicht Vertragszahnärzt*innen die Zusammenarbeit mit bis zu zwei weiteren Zahnärzt*innen.
Für die ÖGK steht fest: Je unterschiedlicher die Lebensmodelle, desto vielfältiger müssen auch die Möglichkeiten sein, in der Kassenmedizin zu arbeiten.

Generationenübergreifend arbeiten


Auch der Einstieg in die Kassenmedizin kann schrittweise erfolgen. Bei der Übergabepraxis arbeitet eine erfahrene Ärztin oder ein erfahrener Arzt in der letzten Phase vor der Pensionierung mit der künftigen Nachfolge zusammen. So können Einsteiger*innen Abläufe und Patient* innen kennenlernen und gut begleitet in die Selbstständigkeit starten. Für Ärzt*innen, die zunächst ohne eigene Ordination starten möchten, bieten auch die Anstellung bei Vertragsärzt*innen und die erweiterte Vertretung attraktive Möglichkeiten. Das Modell eignet sich als Nebentätigkeit, für eine Teilzeit-Selbstständigkeit oder als Testphase für die spätere Niederlassung.

„Wer die Kassenmedizin zukunftsfit machen will, muss den Ärzt*innen auch zusätzlich neue Wege eröffnen. Mit flexiblen Modellen, verlässlichen Rahmenbedingungen und gezielter Unterstützung machen wir den Einstieg in die Kassenmedizin attraktiver und planbarer. Davon profitieren nicht nur die Ärzt*innen, sondern vor allem unsere Versicherten und die Gesundheitsversorgung in Österreich“, so ÖGK-Obmann Andreas Huss.

ÖGK unterstützt auf dem Weg zum Kassenvertrag


Der Weg in die eigene Kassenpraxis beginnt mit vielen Fragen. Beim Schritt in die eigene Praxis bietet das Servicecenter „Meine eigene Praxis“ der ÖGK umfassende Unterstützung. Medizinstudierende, Ärzt*innen in Ausbildung, Grundungsinteressierte und neue Vertragsärzt*innen erhalten Beratung und Information rund um das Thema Kassenpraxis. E-Learnings und Webinare ergänzen das Angebot.
Ein Fixpunkt sind die Empfange für Jungmediziner*innen in Krems, Linz und Graz und 2026 erstmals in Innsbruck. Unter dem Motto „Karriere mit Kasse“ bringt das Servicecenter gemeinsam mit den jeweiligen medizinischen Universitäten Studierende und Ärzt*innen in Ausbildung zusammen und gibt Einblicke in den Weg zur Kassenpraxis.


Medizin studieren mit der ÖGK


Die Attraktivierung der Kassenmedizin beginnt für die ÖGK bereits im Studium. Seit 2024 können die „ÖGK-Rookies“ gemeinsam mit der ÖGK durchs Studium gehen und Theorie und Praxis verbinden. Im Studienjahr 2026/2027 hat die ÖGK zehn gewidmete Studienplätze vergeben. Nach dem Studium wartet der direkte Berufseinstieg, entweder in einer Kassenpraxis oder in einer Einrichtung der ÖGK. Nähere Informationen dazu finden Sie unter Mein ÖGK-Medizinstudium.

Rückfragehinweis:
Österreichische Gesundheitskasse
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Eine Presseaussendung der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK)


DatenquelleÖsterreichische Gesundheitskasse
Veröffentlichungsdatum03.09.2026