ÖBB laden zur Planausstellung: 
In den kommenden Jahren modernisiert die ÖBB-Infrastruktur AG die Franz-Josefs-Bahn zwischen Gmünd und Wien umfassend. Die Züge können dann zuverlässiger, schneller und öfter fahren.
Ein Teilprojekt ist der abschnittsweise zweigleisige Ausbau der Franz-Josefs-Bahn. Dabei wird die Strecke östlich von Irnfritz auf einer Länge von rund 4 km sowie nördlich von Absdorf-Hippersdorf auf 2,5 km um ein zusätzliches Gleis erweitert. Dies ist notwendig, damit sich die Züge ohne Geschwindigkeitsreduktion begegnen und mehr Züge fahren können. Die Planungen sind bereits angelaufen, die Realisierung ist laut aktuell gültigem ÖBB-Rahmenplan ab Anfang der 2030er Jahre vorgesehen.
Wie erhalten die Bürgerinnen und Bürger Infos zum Projekt?
Im Vorfeld der Einreichung zur Umweltverträglichkeitsprüfung informiert die zuständige Projektleitung der ÖBB-Infrastruktur AG die Bürgerinnen und Bürger persönlich über den aktuellen Stand der Planungen. Die ÖBB laden herzlich zu einer Planausstellung am
- Dienstag, 27. Jänner 2026 von 17 bis 20 Uhr in das Gasthaus Riffer, 3753 Hötzelsdorf 1 sowie am
- Donnerstag, 29. Jänner 2026 von 17 bis 20 Uhr in die Mehrzweckhalle Irnfritz, Hauptplatz 3, 3754 Irnfritz ein.
Interessierte werden gebeten, sich unter dem Link https://oebb.arbyte.net/fjb-irnfritz-hoetzelsdorf für die Veranstaltung anzumelden.

Ausblick auf 2026
Neben dem abschnittsweisen zweigleisigen Ausbau ist die Anhebung der Höchstgeschwindigkeit in manchen Streckenabschnitten der Franz-Josefs-Bahn geplant. Weiters werden Eisenbahnkreuzungen modernisiert oder aufgelassen.
Schon im nächsten Jahr gibt es auf der Franz-Josefs-Bahn viele Neuerungen: Im Zuge der Modernisierungsarbeiten auf der Bestandsstrecke ist von 27. April bis 09. Juni 2026 zwischen Absdorf-Hippersdorf und Sigmundsherberg eine Streckensperre erforderlich. Die ÖBB richten einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein. Zwischen Absdorf-Hippersdorf und Wien fahren weiterhin wie gewohnt Züge. Fahrgäste werden gebeten, sich vor Fahrtantritt in der ÖBB Fahrplanauskunft Scotty über ihre Verbindung zu informieren.
Die Arbeiten umfassen die Anpassung des Unter- und Oberbaus, beispielsweise Gleis- und Weichenneulagen. Zwischen den Bahnhöfen Absdorf-Hippersdorf und Limberg-Maissau erneuern die ÖBB rund 400 Oberleitungsmasten und errichten rund 21 km Oberleitung neu.
Zusätzlich verlegen die ÖBB im Abschnitt Limberg-Maissau bis Eggenburg rund 3 km neue Gleise. Bis ins Jahr 2027 werden bestehende Brücken und Entwässerungsanlagen saniert.
Die ÖBB versuchen, die Störungen für Anrainer:innen so gering wie möglich zu halten.
Wie profitieren die Fahrgäste?
Pendlerinnen und Pendler auf der Franz-Josefs-Bahn dürfen sich über ein besseres Angebot auf der Schiene freuen: Die neue Infrastruktur und die neu errichteten elektronischen Stellwerke ermöglichen künftig zwischen Wien und Gmünd sowie in die Gegenrichtung einen durchgehenden Stundentakt bzw. einen Halbstundentakt in der Hauptverkehrszeit. Weiters verkürzen sich die Fahrzeiten um bis zu 10 Minuten und es gibt mehr Verbindungen: Zu den Stoßzeiten halten zusätzliche Züge in Eggenburg, Limberg-Maissau, Ziersdorf und Großweikersdorf.
Fotocredits:
- Oberleitungsarbeiten © OEBB/Leonte
- Franz-Josefs-Bahn © OEBB/Deopito
- Bahnbaumaschine © OEBB/Zenger